Monday, June 27, 2011

Vom Bleisatz zum Blog !

Ich bin den Weg selébst gegangen vom Bleisatz bei Letzeburger Journal und Revue, bis hierher zu Facebook, Twitter und Blog.
Aber der Journalist und Chefredakteur Christian Lindner von der Rhein Zeitung hat "lebenslänglich" (heute noch mit jungen 51 Jahren) im Pressewesen gearbeitet, und den Weg hervorragend beschrieben.
Hier sein Beitrag:


Macht Content, kein Layout

Eine große, flache Holzkiste mit metallenen Ecken war unser Garant für guten Lokaljournalismus. Damals, Ende der 70-er Jahre im Hunsrück. Und auch der dunkelrote Bahnbus von Simmern nach Koblenz, der direkt vor unserer Redaktion hielt. Und natürlich die museumsreife Setzerei der Druckerei Böhmer im Untergeschoss des verwinkelten Gebäudes, in dem damals auch drei Redakteure der Hunsrücker Zeitung und ein Volontär (der Autor dieses Textes) arbeiteten. Und die weißgrau lackierten Schreibmaschinen auf unseren spackigen Resopaltischen, sie waren gleichsam die klappernden Schutzengel unseres medialen Schaffens.
Wir wussten das damals nur noch nicht. Wir haben die abgeschabte Holzkiste, den quietschenden Bahnbus, die rasselnden Setzmaschinen der Marke Linotype und unsere ruhestörenden Schreibmaschinen namens „Monika“ oder „Gabriele“ stattdessen bestenfalls als berufsbegleitende Normalität, je nach Jahrgang auch als altmodische Einengung verstanden.
Dank der Weitsicht ihres Altverlegers wurde die lokalen Seiten der Hunsrücker Zeitung damals nämlich noch so realisiert, wie dies bei der Presse viele Jahrzehnte üblich gewesen war: Als Böhmer senior sein Lokalblatt 1954 an den Koblenzer Mittelrhein-Verlag verkaufte, hatte er sich vertraglich ausbedungen, dass die Lokalseiten des Traditionstitels noch Jahrzehnte in seiner Setzerei zu fertigen waren.
Anderenorts hatten schon klobige „Lichtsatzgeräte“ mit schwarz-grün schimmernden Bildschirmen den technisch antiquierten Bleisatz aus den Sälen der Druckvorstufen verdrängt, wurden Texte, Bilder und Anzeigen schon per „Klebeumbruch“ von Metteuren mittels Schiebemesser und gewachstem Spezialpapier auf Leuchttischen zu Zeitungsseiten montiert. In Simmern hingegen waren die Technik, aber auch die Arbeitsteilung zwischen Redaktion und Technik noch traditionell: Alles, was in der Zeitung stehen sollte, schrieb die Redaktion auf Manuskriptpapier. Das war gelbliches Papier mit roten Markierungen – die einem zeigten, wann 40 Anschläge in einer Zeile erreicht, wann 25 Zeilen auf einer Seite gefüllt waren. An der Seite neben dem Textfeld konnten Satzauszeichnungen wie „halbfett“ notiert werden, oben war Platz für Überschrift und Unterzeile.
Dieses Papier wirkte geradezu verstaubt altmodisch. Und doch hatte es unschlagbare Vorteile gegenüber allem, was danach in den Redaktionen Einzug hielt: Wenn die Redakteure ihren Text mit einem Zwei-, Drei- oder – damals eher selten zu beobachtenden – Zehn-Finger-System und mittels „Monika“ oder „Gabriele“ in meist perlendem Schreibfluss zu Papier gehämmert hatten, war ihre Arbeit daran und damit im Kern beendet. Zwar stand zwischen dem oft leicht theatralischen Herausreißen der letzten Seite eines Artikels aus der Schreibmaschine und seinem Publizieren noch viel Arbeit. Redakteure hatten aber damals damit kaum etwas zu tun.
Natürlich kam nach dem Schreiben – und was haben wir damals viel geschrieben! – noch einiges an Routinen dazu. Aber sie waren rasch zu erledigen. Noch einmal durchlesen: Ehrensache. Korrekturen: handschriftlich. Immer ratsam: Das beschriebene Manuskriptpapier ja in der richtigen Reihenfolge zusammentackern. Wenn es ausnahmsweise ein Foto zu einem Text gab: Mit einer Büroklammer dranheften. Und dann: Ab damit in die Setzerei. Ein Lehrling holte stoßweise den Stoff für die Respekt einflößenden Setzer, das Futter für die bleiköchelnden Setzmaschinen.
Gerade mal zwei Stunden Arbeitszeit eines Redakteurs bedurfte es, damit im Reich der Meister des graphischen Gewerbes aus langen Kolonnen von in Blei gegossenen Zeilen, klischierten Bildern und Handsatz-Überschriften die Mutter der drei, vier Zeitungsseiten des nächsten Tages entstand. Einer von uns ging am frühen Nachmittag runter in die museal wirkende, aber perfekt eingespielt funktionierende Setzerei. Einer, nur einer von uns, sagte einem Metteur, welche soeben oder schon vor ein paar Tagen gesetzten Texte möglichst erscheinen sollten. Unser Kollege aus der Technik baute anhand dieser Winke die Seiten zusammen. Passte ein Text nicht, wurde ein Absatz ausgetrieben – oder durch das beherzte Wegwerfen einiger Zeilen gekürzt. Waren die Seiten fertig umbrochen, wurden Pappabdrucke von dem kiloschweren Satzmaterial gemacht.
Was wir am Vormittag oder Vortag geschrieben hatten, konnten unsere Fingerkuppen jetzt fühlen – auf dicken, hellblauen Pappen. Für jede Seite eine Mater. Und die wurden vorsichtig in die flache Holzkiste gepackt und pünktlich zum Bahnbus gebracht. Der schaukelte die Seiten, die den Hunsrück am nächsten Tag informieren und unterrichten, nicht selten auch erregen oder empören sollten, am Nachmittag nach Koblenz. Zum Herstellen von Druckzylindern mittels der Matern, zum Drucken der Zeitung.
Nach diesem Rhythmus, nach dieser Arbeitsteilung funktionierte die Hunsrücker Zeitung redaktionell viele Jahrzehnte. So funktionierten lange Zeit fast alle Lokalredaktionen in Deutschland. Alle Redakteure schrieben oder redigierten. Was auch sonst. Technik machte kaum einer, abgesehen von ein paar Stunden im Bleisatz oder ganz wenigen Redaktionsstatthaltern im Umbruch. Layout: wozu? Artikellängen? Ein Kommentar besser nicht mehr als zwei Blatt, das wichtigste Thema einer Ratssitzung drei bis vier Blatt, eine Reportage gerne auch mal sechs Blatt lang. Korrekturlesen: dafür gab es Korrektoren. Bilder: Fotografiert wurde nur das, was besonders war – und nicht der, der in die Zeitung wollte.
Was nach der Abgabe der Holzkiste im Bahnbus mit unserem Material geschah, hat uns nie beschäftigt, nie wirklich interessiert. Das lief. Wir wussten: Unsere Texte sind in guten Händen. Und es war Verlass darauf: Am nächsten Tag lag unsere Zeitung auf Tausenden Tischen im Hunsrück – sauber realisiert, mit unseren Inhalten. Die dann wirkten.
Die deutschen Lokalredaktionen waren damals, von den abenteuerlich riechenden Dunkelkammer abgesehen, technikfreie Zonen. Gab es mehrere Lokalredakteure, hatte sich auf dieser Basis fast immer eine Rollenverteilung entwickelt, von der jeder profitierte. Fast immer gab es einen Redakteur, der gerne oder zumindest viel redigierte, der mit routinierter Fleißarbeit für beruhigend viel Stehsatz sorgte. Und oft war der Lokalchef der zeilenreichste, der beste, der erste, der prägendste Schreiber seiner Ausgabe. Diese Redaktionsleiter waren meist kantige Typen, und selten hielt es sie den ganzen Tag in der Redaktion. Sie waren oft weg, sie kamen nicht immer wie vorhergesagt zurück, sie waren garantiert nicht immer nur beruflich unterwegs. Aber sie brachten immer das mit, was ihre Zeitung brauchte. Was ihr Blatt schmückte: Tipps, Themen und Geschichten. Vertrauliches, Ungehörtes und Unerhörtes. Ihre Redaktion konnten und wollten sie nicht immer wirklich organisieren – aber Stories hatten sie immer parat und immer im Griff. Sie waren die Könige des Contents. Ihre Redaktionen waren Schreibparadiese. Gärende Komposthaufen für üppigen Content.
Wer damals volontierte, lernte sein journalistisches Handwerk in den goldenen Zeiten des Lokaljournalismus. Und er sog, einfach durch Miterleben und Mitmachen, die wichtigste Erkenntnis des Publizierens auf: Leser wollen Inhalt. Alles andere ist Verpackung, Garnierung, wenn man nicht aufpasst sogar Blendwerk, ja Ballast. Nicht die Mater in der Kiste auf dem Weg nach Koblenz war maßgeblich, nicht die aus heutiger Sicht irreal frühen Abgabezeiten, nicht der Name unserer Schreibmaschine, nicht das verstaubte Layout. Entscheidend war einzig und allein das, was wir wussten, erfuhren, erjagten. Was wir auf das Manuskriptpapier hämmerten.
Ist es neu? Interessant? Relevant? Gut geschrieben? Mutig? Kritisch? Unabhängig? Für oder gegen die Mächtigen? Das waren die Fragen, die wir und – so unser fester Glaube – auch die meisten unserer Leser uns stellten. Die Experten-Frage „Arbeitet Ihr noch im Bleisatz oder schon im Lichtsatz?“ haben wir nie gehört. Die interessierte am Lesermarkt niemanden.
Bald aber endeten, wie irgendwann in allen westdeutschen Lokalredaktionen und nach der Einheit ebenso im Osten Deutschlands, auch im Hunsrück die Zeiten von „Monika“ und „Gabriele“, Holzkiste und Bahnbus. Zug um Zug machte sich die Datenverbeitung in den Verlagen breit, Stück für Stück träufelte das Gift der Technik in die Redaktionen ein. Layoutbögen waren die harmlosen Vorboten der Bits und Bytes, die später so viele unserer journalistischen Passionen fressen sollten: Wir sagten nun nicht mehr einem Kollegen der Technik in der Gasse, womit wir aufmachen wollten – wir malten das selbst auf zeitungsseitengroße Papiere. Wir rechneten nicht mehr in Manuskriptpapierseiten, sondern in Zeilen.
Oft schnappten wir jungen Redakteure uns diese Arbeit. Wir hatten gewittert, das wir damit Einfluss auf die Abläufe in der Redaktion gewinnen konnten: „Sie haben 20 Zeilen zu viel geschrieben“, konnten die Frechen unter uns plötzlich ihrem Lokalchef entgegenschleudern. Und auch die Redaktionsleiter, die uns dann ungehalten aus ihrem Zimmerchen komplimentierten, konnten den Prozess nicht aufhalten, der immer mehr Regeln, immer mehr scheinbare Notwendigkeit zur Genauigkeit und immer mehr äußere Zwänge in die Redaktionen spülte.
Unsere ersten Faxgeräte erschienen uns noch als Segen der Technik und Vorzeichen einer neuen Zeit: Mächtige Kisten mit langsam rotierenden Walzen, auf die wir unser Manuskriptpapier nach Abendterminen einspannten – ein Blatt nach dem anderen, pro Seite drei Minuten Übertragungszeit. Das klingt lang, ersparte bei Actualitas aber 60 Minuten rasender Fahrt in den Verlag. Das Wort „gestern Abend“ schmückte nun immer öfters unsere Texte. Was wir dabei verloren, merkten unsere Altmeister eher als wir jungen Kollegen: Hatten sie noch die Zeit gehabt, genossen und genutzt, beim berühmten Bier nach der Ratssitzung von den Kommunalpolitikern die wirklich spannenden Informationen gesteckt zu bekommen, so hetzten wir nun direkt nach Ende des Termin zum Schreiben in die Redaktion. Wir informierten nun schneller – und verloren genau dadurch Informationen.
Und das Unheil namens Technikfixierung, das Tausende von deutschen Lokalredaktionen inhaltlich schwächte, nahm weiter seinen Lauf. Die ersten Datensichtgeräte zum Schreiben von Texten wurden in Redaktionen aufgebaut. Grünäugige Kästen, die mit den Großrechnern im Verlag verbunden waren. Die immer wieder Texte auf Nimmerwiedersehen verschluckten. Die vielen gestandenen Lokalchefs den Schneid abkauften: Kommentarschlachten, Katastrophen und Skandale hatten sie gemeistert – die neue Technik machte ihnen Angst. Oder sie raubte ihnen zumindest Zeit oder Energie, die zu Lasten der Inhalte gingen. Das aber war schwer zu berechnen, ganz im Gegensatz zum eindeutig quantifizierbaren Vorteil der „rechnergesteuerten Textsysteme: Wenn wir unsere Texte nun an einem Siemens-Würfel statt an der „Monika“ schrieben, mussten sie nicht mehr gesetzt werden.
Und die grünäugigen Kameraden bekamen Kinder: Erste tragbare Computer wurden ausprobiert, aus denen Texte mit Hilfe von piependen analogen Modems an die Verlagstechnik übertragen werden konnten. Bald wurden auch erste Artikel nicht mehr in der Technik, sondern in der Redaktion gestaltet: Hier eine exakt berechnete Freifläche für das Bild, da und dort zwei Zwischenzeilen, natürlich ansprechend verteilt, und jetzt noch das „Hurenkind“ durch Längen oder Kürzen eliminieren. Diese Fummelarbeit machte meist kein Techniker, sondern fast immer ein Redakteur. Also jemand, der vorher König Content treu ergeben war.
All das muss in den 80er-Jahren Technikhändler ermuntert haben, Verlagsmanager auf Messen vorzurechnen, Zeitungen könnten viel Zeit und Geld sparen, indem sie mit Hilfe der neuen Technik das Bauen der Seiten in die Redaktionen verlagern. Die Verlage glaubten und taten das tatsächlich: Schritt für Schritt schwappte nun alles, was zum Realisieren von Zeitungsseiten nötig war, dorthin, wo vorher allein der Inhalt im Fokus stand.
Zwei Welten prallten nun aufeinander: Vor dieser Entwicklung war das System Lokalredaktion fast komplett auf das freie, oft leicht chaotische, im Ergebnis aber hoch wirksame Generieren von Content ausgerichtet. Nun wurde es, anfangs schleichend, dann massiv mit den wenig Spielraum zulassenden Zwängen des Seitenproduzierens befrachtet. Im Kern haben fast alle regionalen Zeitungsverlage damals faktisch den Redaktionspart ihrer Druckvorstufen in ihre Lokalredaktionen ausgelagert. Schleichend bauten damit fast alle Lokalredaktionen kleine Druckvorstufen auf. Viele Verlage hatten dann nicht mehr nur eine große Vorstufe für Anzeigen und Mantel, sondern Dutzende weiterer kleiner Druckvorstufen. Besetzt mit Redakteuren.
Wir jungen Journalisten fanden das einfach nur gut – weil wir davon profitierten. Die moderne Technik gab uns das Gefühl, hip zu sein. Mehr noch: Sie gab uns die Chance, sehr rasch Kompetenzen zu entwickeln, die unsere Chefs nicht hatten und wohl auch nicht haben wollten. Erst ergab sich eine Zweiteilung: Die meisten Lokalchefs schrieben weiter, junge Kollegen übernahmen faktisch Seitenproduktion, damit aber auch zunehmend die Redaktionsorganisation. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die früheren ersten Schreiber der Ausgabe zwar im Impressum noch oben, in der Redaktion aber nicht mehr im Zentrum standen.
Ein neuer Redakteurs-Typus war in Lokalredaktionen plötzlich gefragter: Jemand, der eher die Kniffe des Redaktionssytems als die Kontaktdaten von Informanten kannte, der lieber Körbchen voller Material überblickte als einer Region den Puls fühlte, der eher fünf Seiten netto produzieren als eine Reportage mit Rhythmus schreiben konnte. Und irgendwann sahen die nur schreibenden Redaktionsleiter, die großen Kommentatoren, die Edelfedern, die genialen Glossenschreiber alt aus. Oder sie waren tatsächlich so alt, dass sie – meist vorzeitig und, im Nachhinein betrachtet, auch vorschnell – in Ruhestand gingen.
Ihnen folgte eine neue Redaktion von Lokalchefs: Journalisten, die meist gezwungen sind, alles zu verkörpern oder zumindest alles organisieren zu können: Die Leitung ihrer Druckvorstufe namens Lokalredaktion – denn an der sauberen Produktion und pünktlichen Abgabe ihrer x Seiten werden sie von der Zentrale gemessen. Von der gewissenhaften Umsetzung der Layoutregeln bis zu den Dateigrößen der verarbeiteten Fotos. Hinzu kommt die journalistische Leitung ihrer Redaktion – was noch nie leicht war, heute aber so anspruchsvoll wie nie ist.
Das hat auch damit zu tun, dass mittlerweile die Mehrzahl der Lokalredakteure in Druckvorstufen-Redaktionen ausgebildet und groß geworden ist. Die Generation der Redakteure von 25 bis 50 Jahre wurde vor allem durch technische und organisatorische Prozesse in den Redaktionen wie Disposition, Seitenbauen, Arbeit am Bildschirm, Qualitätskontrolle, Spätdienst und Redaktionssystem geprägt – zumindest aber durch die Belastungen, die daraus für das journalistische Arbeiten resultieren.
Die Folgen waren schleichend, aber tief greifend – und sie halten an. Verkörperten früher Lokalchefs oder andere prägende Redakteure einer Lokalzeitung draußen ihre Zeitung, so sind heute Fotografen oder Freie Mitarbeiter oft dichter bei den Lesern. Redakteure, die Seiten bauen und für ihre Zentrale erreichbar sein müssen, können schlicht nicht mehr so viel draußen sein wie ihre einstigen Vor- und Ausbilder.
Hinzu kommt, dass viele Zeitungen die Zahl ihrer Lokalseiten massiv gesteigert und die Schwelle für ihre Berichterstattung ungut gesenkt haben. Früher war es auch im Lokalteil noch etwas Besonderes, in der Zeitung zu stehen – heute reicht vielfach gemeinsames Essen und Trinken, ein nettes Fest im Kindergarten oder eine Spende von 200 Euro, um mit einem seitenprägendem Bild im Lokalblatt zu erscheinen. Viele Redaktionen ertrinken in ihren selbst ausgelösten Termin- und Materialfluten, die Spirale eines nur mit viel Innendienst und vielen Freien Mitarbeitern noch leistbaren Terminjournalismus, der immer mehr Seiten benötigt, dreht sich immer schneller.
Nicht minder fatal: Viele Lokaljournalisten haben – oft ohne es zu wollen – verinnerlicht, dass die Prozesse der Redaktionsorganisation und der mittlerweile hoch komplexen Arbeitsabläufe einer Redaktion Priorität genießen. Sie haben sich daran gewöhnt, dass interne Abläufe und Anforderungen wie „viele Seiten“ und „viele Termine“ das Generieren von Inhalten einschränken. Zu oft regieren die Prozesse, nicht der Content.
Wo die Redaktionen diese folgenreiche Druckvorstufenarbeit unverändert zu stemmen haben, kommen Redakteure erkennbar zu selten zum Schreiben. Die meisten Redaktionen sind zwar besser besetzt als in den 70-er Jahren. Die technischen Aufgaben und die neuen Kanäle wie Online Classic und Social Media aber zehren diese Ressourcen wieder auf.
Vielerorts haben zumindest Chefredaktionen, teils auch Verlage erkannt, dass dieser Konstruktionsfehler behoben werden muss, wenn Lokalausgaben wieder thematisch fliegen können sollen. Verlage aber, die das Druckvorstufen-Dilemma etwa durch die Zentralisierung der Produktion an Regio-Desks beheben wollen, stoßen auf neue Probleme: Journalisten, die das technisch einwandfreie Realisieren einer bestimmten Zahl von Seiten und nicht das Generieren von relevantem Content als Kern und Maßstab ihres Wirkens kennen gelernt haben, werden nicht von heute auf morgen und einfach so zu Reportern, die eine starke Story nach der anderen liefern.
Der Themen-Windhund, den es in den Zeiten von Holzkiste und Bahnbus in jeder guten Redaktion gab, kommt nicht automatisch per Regio-Desk zurück. Auch Redakteure, die von der Fron des Seitenbauens befreit worden sind, verbringen noch immer zu viel Zeit in ihren Redaktionen. Telefonate statt Gespräche, Mails statt Kontakte, PR statt Stories. Statt der Zahl der qualifizierten Eigenbeiträge mutieren Honoraretats im Bewusstsein von Redaktionen zum Maß für das journalistisch Leistbare. Die alten Prozesse sind zu sehr antrainiert, die neuen Maßstäbe für den Wert der veränderten Arbeit sind zu diffus. Fünf sauber produzierte und pünktlich abgelieferte Seiten – diese Leistung ist klar zu bewerten. Was aber ist ein guter Text, ein guter Aufmacher? Und welche Chefredaktion sieht und würdigt solche Leistungen im Lokalen wirklich nachhaltig?
Viele Jahre war all das gleichwohl eher ein Thema für Branchentagungen als etwas, was auch auf dem Markt der regionalen Medienhäuser wahrgenommen wurde. Nun aber zeigt das Internet, wie sehr die Verlagerung der Druckvorstufen in die Redaktionen die Regionalzeitungen belastet. Seitdem man keine Rotationsmaschine mehr, sondern nur noch einen PC zum Publizieren braucht, geraten Lokalteile in ganz Deutschland von zwei Seiten aus unter Druck: bei den ganz einfachen Themen ebenso wie da, wo es journalistisch spannend ist.
Die Standardberichterstattung über Vereins-, Dorf und Stadtteilleben kann digital auch von Laien im Sinne der meist überschaubaren Zielgruppe schon längst schneller, besser und umfassender als von einer Zeitung geleistet werden. Ob Vogelschießen, Karnevalsumzug, Dorffest oder Vereinsausflug – wer will, kann seinem Verein, seinem Ort oder seinem Sprengel mit wenig Aufwand jetzt schon mehr Umfang und Tiefe als die örtliche Zeitung bieten. Die Profis drucken Tage später ein Bild, der Amateur veröffentlicht digital auf seiner Vereins-Site oder in seinem Dorfblog tagesaktuell eine ganze Strecke. So viele journalistische Bratwürste ein Lokalblatt auch grillt – es kann und wird dieses Kräftemessen auf Sicht nicht gewinnen.
Noch problematischer wird es für regionale Medienhäuser, wenn sie so viel Energie in den Standard oder in die Prozesse lenken, dass für wirklichen Journalismus nicht genug Zeit, Personal und Platz bleibt. Einige Jahre mag das daraus resultierende Vakuum verborgen bleiben, irgendwann aber füllt jemand anderes die Leere. Wenn eine Lokalzeitung ihrer Rolle nicht gerecht wird, übernimmt irgendwann ein Wochen- oder Anzeigenblatt die Führung bei heiklen Themen. Oder, und das ist immer öfter zu beobachten, Lokalblogs leisten das, was Lokalteilen zu oft fehlt: Hilfreicher Abstand zu den Mächtigen, Recherche, Dialog, Meinungsfreudigkeit, Dranbleiben, ja auch profiliertes Agieren von Autoren.
Natürlich: Oft geschieht das in Placeblogs (noch) unausgegoren oder unverhältnismäßig ruppig, bisweilen auch erkennbar laienhaft. Oft scheint auch nicht distanzhaltende Profession, sondern eher eine persönliche Leidenschaft, bisweilen gar eine egozentrische Mission Treibstoff eines örtlichen Blogs zu sein. Das aber wird sich ändern: Die Lokalblogs vernetzen sich bereits, gut ausgebildete junge Printjournalisten werden in dieses Metier wechseln, Naturbegabungen werden sich verstetigen – auch die Szene der regional berichtenden Blogs wird sich professionalisieren.
Lokal- und Regionalzeitungen, Lokalchefs und Lokalredakteure, die das unverstellt sehen, werden darauf reagieren – nicht mit Kleinmut, sondern mit den richtigen Entscheidungen:
Sie werden nicht noch mehr, sondern eher weniger Lokalseiten drucken – mit mehr Relevanz und weniger „Bratwurst-Journalismus“ (Hardy Prothmann).
Sie werden sich wieder darauf besinnen, für welche Themen es sich wirklich lohnt, „20 Tonnen Papier durch 100 Tonnen Stahl rasen“ zu lassen (Sascha Lobo).
Sie werden wieder Tipps, Stories und Geschichten, Vertrauliches, Ungehörtes und Unerhörtes in den Mittelpunkt ihres Wirkens rücken.
Sie werden es nicht mehr affig, sondern wichtig finden, möglichst viele ihrer Autoren zu Marken entwickeln.
Sie werden es als wunderbare Chance begreifen, dass es für den von ihnen generierten unikablen Content dank des Internets so viele und so spannende Verteilwege wie noch nie gibt.
Sie werden Spaß daran gewinnen, via Netz Leser weit außerhalb ihres angestammten Verbreitungsgebietes zu bekommen.
Sie werden wieder mehr mit Lesern und Usern sprechen als mit Landrat & Co.
Sie werden der Versuchung widerstehen, dem technischen Meistern des jeweiligen Verteilweges und der jeweiligen optischen Verpackung zu viel Zeit zu widmen.
Und sie werden mit Freude und Gewinn lernen und erfahren, dass Arbeit in Redaktionen wieder arbeitsteiliger organisiert wird, dass es Profis für das Generieren wie für das Verarbeiten und Publizieren von Inhalten gibt: Reporter und Blattmacher, Rechercheure und Optiker, Innendienstler und Vielschreiber, Schreiber und Redaktionstechniker. Statt universell ausgebildeter Redakteure, die alles machen müssen oder alles machen wollen. Und damit nichts wirklich richtig machen können.
Sie werden also den Content wieder zum König machen. Im wohl verstandenen Geist von Holzkiste und Bahnbus.

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Christian Lindner

Chefredakteur der Rhein-Zeitung (Koblenz/Mainz)

Friday, March 18, 2011

Pol am Fettnäppchen ?!?!



Do schengen ech schéin an e Fettnäppche 
getreppelt ze sin!


Deser Deeg wu all méiglech Stemmen sech zum grujjelegen
Thema Japan, Tsunami, Nuclear an Erdbeben erwirmen, hun ech op Facebook eng Invitatioun kritt fir op engem Site per click ze weisen, dass mir Mattgefill hun mat dene ville Leit di do hannen su richteg am Dreck setzen!

Ech hu geklickt! Boff, deet jo vleicht engem gudd, wann se gesin wivill Milliounen Letzeburger se ennerstetzen...

Gescht war ech dann, no enger weider Invitatioun mol rem op de Site kucken, den anzweschenzeit Requiem fir Japan, oder sou heescht. An do hun ech gesinn dass sech do e pur honnert Leit gesammelt hun,an dass et sech bal nemmen drem gedréit huet, fir Japan ze BIEDEN.
Well ech selwer jo iwerzeegt sin, dass Bieden net méi werd hellefen, wi am Seel sprangen, hun ech mer en --wat ech giff héiflechen - Text erlabt ze schreiwen, wu ech sot dass et vleicht gudd wir ausser ze bieden, eventuell och eppes ze ennerhuelen,. vir dass sou eppes vleicht winnigstens um Plang vum Nucléaire NET MEI geschéie soll.  Ech hun virgeschloen och géint Cattenom asw ze manifestéiren a fir zB Grenge Stroum ze kafen.

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D'Reaktioun  vun engem Paul Hirt war bal wi en Tsunami:

Als eng Zort "Papp" vun dem Requiem's Site huet he sech geiirgert a mech jugéiert a vernannt.  Wéi sou Leit dat da machen, huet e mein Text natirlech och direkt vu "sengem " Requiem erofgeholl (ech mengen ech hu keng Copie méi (werd mol nach kucken :-) ) .

Op sengem Message u mech war och keng Méiglechkeet fir héiflech ze entwerten an de Paul Hirt vu Letzeburg kann ech am Facebook net mi fannen.  Op mengen Message ass och keng Foto derbei, well ech mer sou e Borscht jo awer mol gär giff ukucken :-)

Bei der Cause Requiem kommen ech net mi eran - leiden dorenner natirlech gewalteg.

Hei dann awer nach deen Text vum Paul Hirt, op den ech su gär héifflech awer bestemmt entwerte giff. Ech giff dem Här Hirt och gären erzielen wéi mein Matgefill fir Leid ass, denen ech hellefen well et e schlecht geet!  Meng Method fir ze hellefen ass jedenfalls seit Joren eng, di beweisbar affikass ass. Allentfalls besser wi Bieden.

Wann een de Paul Hirt kennt, kann e mer vleicht iwer meng Mail pol@wirtz.com en tuyau gin :-)



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Hei seng Meenung:



Friday, February 18, 2011

Salah Hamouri, condamné à 7 ans de prison par un tribunal militaire israélien

Je regrette de continuer à décevoir mon ami très respecté Bernard G. avec mes vues unilatérales pro-palestiniennes dans la grande question du Moyen Orient.

Je ne veux pas créer ici une collection anti-israéliennes, mais je veux juste montrer le derniers de milliers de "cas" que je rencontre et qui confirment mes vues sur l'évolution et le "style" de politique au Moyen Orient.

Il s'agit ici d'une

"Lettre du sénateur Michel Billout à Sarkozy sur ce "deux poids, deux mesures". Nous rappelons que la ministre des affaires étrangères appelle au boycott du Mexique (alors qu’elle demande la condamnation des militants qui appellent au boycott d’Israël) pour défendre une Française compromise dans une grave histoire de kidnapping et demande de rançon, alors qu’elle ne lève pas le petit doigt pour le citoyen français Salah Hamouri, condamné à 7 ans de prison par un tribunal militaire israélien, auquel il est reproché d’avoir eu de "mauvaises pensées" (sic) en passant devant le domicile d’une personnalité d’extrême-droite à Jérusalem !"
Cette lettre se trouve si on clique sur le lien suivant. Si vous êtes intéressé, lisez la. Elle montre un cas type le cas de Salah Hamouri, qui a ses déboires avec la Justice Militaire Israélienne et se trouve  pour 7 ans en prison, sans preuve...   lisez


Wednesday, February 16, 2011

Wednesday, January 26, 2011

Beginning of the End of the Clerical Rule in Iran



 As received from my contact Sara P. from Tehran. Sara is an active board member of the Irak Student Committee.
Supporters of PMOI Executed


Desperate in confronting PMOI the religious fascism ruling Iran hangs two more supporters of PMOI
Tehran- Jan. 24, 2011
To revenge the continuous global success of PMOI, the clerical dictatorship who sees its life at jeopardy hanged two more of supporters of this organization on Monday morning Jan. 24, 2011.
Jafar Kazemi and Mohammad Ali Haj Aghaee two supporters of PMOI who had gone under sham execution last week were executed at dawn today.
IRNA state-run news agency announcing the report said: “Two member of Monafeghin grouplet are hanged”
The agency wrote: “these two Monafeghs (the name regime calls PMOI members) were an active network of this grouplet (regime of Iran call PMOI as small group, to cover the truth about them) who participated in the riots being conducted by the grouplet’s communication center in England.
The two distributed pictures and placards related to Monafeghin, took films and clips of clashes and chanted slogans on behalf of the Monafeghin.
Haj Aghaee confessed that he had travelled to Monafeghin’s base in Iraq known as Ashraf (The place of residence of members of PMOI)... he was also arrested on 1983 for financially helping the grouplet and distributing their newspaper. He intended to stay at the base but because of his age he wasn’t accepted.
Jafar Kazemi had connections with the head of Monafeghin network inside the country and has collected money for them and propagated on their behalf. He also has taken his son to Iraq. Kazemi has also accepted that he has posted photos in support of them, has taped clips and taken pictures from gatherings in Enghelab and Azadi Squares along with one of his accomplices and has interviewed families of some who have been deceived by Monafeghin and are now in Camp Ashraf”.
It is to be mentioned that Ali Saremi, 62 years old another supporter of PMOI who had spent 23 years at prisons of Shah and clerical dictatorship as political prisoner was hanged on Dec. 28, 2010.

ISC calls on all human rights organizations, UN Secretary General and UN Security Council and all freedom loving governments in the world to act against these executions in particular, and human rights violation in Iran.
Don’t let the massacre of political prisoner in 1988 (30.000 of them) be repeated.



2 more PMOI members hanged in Iran

2 more in a row of Sara's PMOI colleagues have been hanged these days. Sara sent me the memo below with some Photos. The international politics are concentrating on neuclear negociations with the religious regime of Iran, while 67 more Iranians are waiting on death row. They will probably hang within the next month.




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Hi Pol, the clerical fascist dictatorship who sees its life at jeopardy hanged two more of supporters of this organization on Monday morning Jan. 24, 2011. Jafar Kazemi and Mohammad Ali Haj Aghaee two supporters of PMOI who had gone under sham execution last week were executed at dawn today.

After the bi-partisan conference in Washington pushing for the delisting of PMOI the religious fascism seeing the end of its rule being so close, is hanging to every kind of criminal and anti-human act especially in regard with the supporters of PMOI (People Mojaheddin of Iran). Regime of Iran can not bear the victory of PMOI in this battle.
At dawn of Monday Jan.24, 2011, mullahs' regime hanged Jafar Kazemi and Mohammad Ali Aghaee two supporters of PMOI.

There are still many others in death row.

ISC calls on all human rights organizations, Secretary General of UN and UN Security Council to act immediately to put a halt to these executions.

It is to be mentioned that in only 30 days this shaky regime seeing the end of itself has executed 97 prisoners (beside these two) to hush the society in fear.

Please read the full news attached, No. 765

Regards,
Sara


(You may find News report 765 elsewhere on my blog   Pol Wirtz)

Thursday, January 6, 2011

d'Wort Reportage iwer d'Haushaltungsschoul 1966 (?)


Ech hun d'Geschicht eremfonnt iwer déi mer eis op Facebook zu e Pur Gedanbke gemacht hun!!!
 De geneen Dag vun der Einweihung vun der Haushaltungsschoul zu Miersch hun ech zwar net.
Also:

Wi di Mierscher Haushaltungsschoul 1966 oder sou ageweiht gin ass, war natirlech e ganz langen Artikel am Wort. De Beschof (Lommel ?) war do an huet geseent a gebied fir dass all di "lieblichen Mädchen" gudd kathoulesch Fraen a Mamme giffe gin. Dat Wurt mam adjektiv "liebleche Mädchen" koum ca 35 mol am Wort Artikel fir. Doniewend gouf emmer nees higewisen" in ihren frisch gewaschenen Schürzen", an et huet sech eng bal erotesch Athmosphär an dem Artikel opgebaut.
.
Durno gouf dann zemetteg giess, an di lieblichen Mädchen in ihren frischen Schürzen und Röckchen haben den Notabilitäten und dem Hochwürdigsten Herrn Bischof folgende Menü aufgetragen.  Ech hun de Menu natirlech vergiess. Awer durno stung nach deen een herrleche Saaz am Artikel.:
"Nach diesem vortrefflichen Mittagsmahl, machte der hockwürdigste Herr Bischof einen    "

An während den Här Lommel dat gemach huet, sin di aner wuel heemgefur...?
Explikatioun:  Zu der Zeit sinn Zeitungen nach voll analog gemach gin, an all eenzel Zeil war aus engem Steck Bleisaaz gegoss. Dobei war et net ze évitéiren, dass Zeilen op der falscher Plaz oder sugur Seit stungen .

Deen Daag hei, stung am Wort op-ech mengen der Sportseit, ganz verlur an alleng di folgend Zeil: "Rundgang durch das Gebäude."

Dat war et also wat Hochwürden gemach huet. Ech hat dach scho bal geduecht...

Wednesday, December 22, 2010

KröschtDag göttlech...oder éischter mënschlech?


Desen Text hun ech un d'Dagespress gescheckt. Et ass eng reduzzéiert Versioun vun engem Text vum Dr Laurent Schley op www.aha.lu 
pol
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Krëschtdag steet virun der Dir, an domat eng Zäit, wou  Vertrieder vun der kathoulescher Kiirch alt rem behapten, dass d’Gebuert vum Jesuskëndchen e Grond ass, fir sech ze besënnen. Si behapten mat hirem Culot, dass et giff hellefen, de Mönsch méi an den Zentrum vum Liewen ze setzen, andeem een sech Gedanke giff machen, iwer dat Kêndchen, dat do virun 2000 Joer ouni Sex entstanen soll sin.

T'ass scho verreckt: dodurch, dass mir un sou Märercher gleewen, solle mer de Mënsch, seng Wessenschaft an d'Opklärung rem méi wichteg huelen!

Wann een d'Geschicht - di beweisbar Geschicht vun der Mënschheet - kuckt, ass Krëschtdag deen Dag, wou bei villen Völker d’WanterSonneWend, de Solistice gefeiert gouf. D'Krëschtentum huet -well et hinnen an de Krom gepasst huet, deen Dag quasi gekidnappt a mecht zanter hir, wi wann si dat erfonnt hätten. Wi wann dat WanterFest emmer eppes Krëschtleches gewiescht wir!

Egal wéi, misst een dach mengen, dat wann de Mënsch net an den Abseits gerode soll, een sech soll op de Mënsch konzentréieren; an net op imaginär Götter!!

D'Humanisten konzentréiren sech op de Mënsch! Sie -zB mir bei AHA! - setzen sech an, fir Opklärung, fir Toleranz a fir aner wichteg Werter. Si weisen dat ee kann e gudde Mensch sin, ouni sech vun engem erfonnte Gott a senge Paschtéier leeden ze lossen! Si sin selbstverständlech fir d'Rechter vun de Fraen, den Homosexuellen an hun dobei oft a vill missen gerad géint de Katholizismus ukämpfen! Erbattert kämpfen!

Keen huet de Monopol op eist Wanterfest och wa mer et aus Routine "Krëschtdag" nennen! E Mensch dé net gleeweg ass kann a soll di him wichteg Deeg feieren, wéi an ob hee wöllt. Mat an ouni Kadoen, Treipen a Gänsen!

Dese kurzen Message hun ech op en mi ausféierlechen Text baséiert, den op www.aha.lu ze liesen ass. Do ass nach méi gudd Lecture fir des besennlech Zeit!

Di Feierdeeg si fir mech a mengesgleichen d'Gelegenheet, de Wanter ze feieren; di kurz Deeg a laang Nuechten, d' Keelt an hoffentlech de Schnéi! Ee freedegt Fest wou ee mat senger Famill zesummenkënnt, di een mat klenge Kadoen begleckt, ee Fest, wat ee genéisst mat guddem Iessen an Drenken, a mat Musek di engem och wirklech gefällt!

A bei all dem steet eben net en erfonnten MärcheKëndchen oder e Gott am Mettelpunkt. Do steet eendeiteg dee formidablen Mönsch am Mëttelpunkt, deen et wirklech gëtt, mat all senger Freed a sengem Misär, senge Stärkten a senge Fehler!

Schéi Krëschtdeeg!
WirtzePol (pol@wirtz.com)

Monday, December 20, 2010

Thursday, December 16, 2010

Double standards: Israel's megafire and Gaza


Diana Buttu and other qualified international observers look at how us - Europe and US - help depending on who is in trouble in the Middle East.
This is not about  historic backgrounds of the the conflict, but about 41 civilians killed here by an unfortunate forestfire, and 1300 civilians kilkled in Gaza by the Israeli forces.


Both Israel and Palestine are our partners. Spend some time reading how we helped where.
Pol

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Haifa's fire and the world's double standards 
Diana Buttu

With several international aircraft maneuvering the skies, the scene resembled a synchronized air show with airplanes diving and peaking in perfect tune. Bright yellow fire-extinguishing aircraft ascended sharply among the green pine trees spraying bright orange fire retardant and in the distance the yellow and red flames of the Carmel fire danced. Israelis of all walks descended upon Danya--a posh Haifa neighborhood--to witness what many Israeli onlookers called the "rescue operation". Fathers graciously pointed out to their young children where each of the aircraft originated (France, the United States, Sweden et cetera) while others criticized the Israeli government for not having enough materials and equipment to extinguish a fire of this magnitude. "I hope that they learn some lessons," remarked one onlooker, presumably referring to the Israeli government.

But as I watched the fire rage, listened to endless statements of support from the international community, including no less than US President Barack Obama and the Palestinian Authority, I could not help but think about the world's many double standards--even as they relate to disasters. Don't misunderstand me: Haifa is no less dear to me (or to any Palestinian) than any of its current residents. But Gaza is also valuable to me.
Where were the international forces--those belonging to Azerbaijan, Britain, Bulgaria, Croatia, Cyprus, Egypt, France, Germany, Greece, Holland, Italy, Jordan, Russia, Spain, Switzerland, Turkey and particularly the United States--when Israel brutally set Gaza ablaze two years ago this month killing not 41 but more than 1,400 civilians? Where were these same countries when Israeli forces, using illegally banned weaponry, similarly devastated Lebanon four years ago? Where were the beautiful airplanes in the sky maneuvering to try to stop Israel's man-made disaster? The only airplanes we saw then were the ones that destroyed nearly 60,000 Palestinian homes and factories, completely decimating 3,500 structures; aircraft drones designed to terrorize 1.5 million Palestinians; and aircraft designed to plunge Gaza into perpetual darkness or ensure that thousands are without a clean water supply. 


Why then the different treatment? Perhaps the difference is that it is easier and "less controversial" to rush to extinguish fires that threaten trees than fires that threaten people. But if that were the case, where were all of these countries this week (and virtually every other week) when Israeli settlers once again set olive groves and other Palestinian trees ablaze? Where was the fire retardant material? The fire-fighters? Where were the Israeli fire rescue teams rushing in support of Palestinians just as Palestinian firefighters rushed in their support? Lest I appear "ungrateful" I must note that more than five billion dollars from the international community were pledged to Gaza's reconstruction to clean up the mess that Israel created (with a parenthetical note that two years later the situation in Gaza is no better, owing to Israel's continued siege).

Back to the Israeli onlooker--indeed there are many lessons to be learned. Israel has undoubtedly learned that it is better at setting other nations on fire than at extinguishing its own fires and that lighters are more devastating than Qassams and Katyushas. One can dream that Israel will learn that those in glass houses should not throw stones. But as is often the case, Israel will simply take away what it needs to boost its rescue services before it sets another country aflame. It is hoped that Israel has learned that non-indigenous objects--such as pine trees planted in place of ethnically cleansed Palestinian villages such as at-Tira and Ayn Hawd--do not survive well in the Middle East (though looking at the latest settlement announcements, it is clear that this message about non-indigenous objects has not yet registered).

For Palestinians, there are also lessons. We cannot take comfort in outward statements decrying Israel's actions, in the face of a history of warm relations. For example, despite Israel's point- blank killing of Turkish activists aboard the Gaza-bound flotilla in May this year, Turkey is once again cozying up to Israel--just as it cozied up to Israel in the aftermath of Israel's brutal attack on Gaza in order to purchase Israeli military equipment.

But if there is one fundamental lesson that all parties have learned it is this: the different treatment between the international "rescue" of Israel and the lack of similar aid to Palestinians has little to do with trees, nature or the environment. Rather, the international community will always rush to Israel's side when it is on fire, but will never stop Israel from setting others aflame.-Published 16/12/2010 ©bitterlemons-international.org

Diana Buttu is a human rights lawyer and a former legal advisor to the Palestinian negotiating team.

The sparks that light the fires 
 Chuck Freilich
The flames in one of Israel's most beautiful areas were extinguished a week ago, but decades will be needed to restore the environmental devastation. Neither Israel nor the Middle East has decades to deal with its problems. The Middle East is smoldering, on the verge of a conflagration.

The good news is that Israel was given a badly needed wake-up call and its grossly insufficient firefighting capabilities will finally get a major upgrade. The bad news, as in 2006, is that the wake-up was needed to begin with and required numerous fatalities. Usually, only two or three people have to die before the government finally deals with some major danger, such as "red" roads or railroad crossings.

The even worse news is that we may badly need the improved firefighting and other civil preparedness capabilities in the coming years. In the three primary scenarios for military conflict in the coming years--a further round with Hizballah, a strike against Iran and renewed strife with the Palestinians--the home front is likely to be hit hard.

Hizballah now has approximately 45,000 rockets, a vast arsenal dwarfing the 13,000 it had in 2006, of which 4000 were actually fired. If a similar ratio is maintained next time, Israel could face a barrage of 15,000 rockets or more. If just some of these cause fires, the recent blaze may pale in comparison. The next round with Hizballah is probably just a question of timing; the current flap in Lebanon over the international investigative tribunal may provide the spark that lights that fire.

Significant international sanctions have been imposed on Iran. No one, however, the Obama administration included, truly believes that sanctions will stop Iran's nuclear program. Sometime in the next few years, we will face a moment of reckoning. Computer viruses and other means can delay this, but a military strike may still prove necessary and could cause massive retaliation against Israel. Further Iranian progress toward a bomb, let alone a declaration thereof, may provide the spark that lights that fire.

With the peace process deeply mired in a mutual lack of vision and leadership, renewed confrontation with the Palestinians may also be near. Some warn of a third intifada, probably an over-hyped threat; why should the Palestinians resort to such drastic means when one piece of charcoal, carelessly thrown in a forest, causes such destruction? An outrage committed by the radicals on either side, a single Qassam rocket that hits a school or playground, could provide the spark that lights that fire.

Various intra- and inter-Arab developments could do so as well, e.g., the ongoing Sunni-Shiite enmity, including the Sunni Arabs' deep fear of Iranian hegemony and nuclear weapons. Egypt and Saudi Arabia will soon face critical processes of succession, which could lead to domestic instability and even to their transformation into radical Islamist states. Both have large armies equipped with the very latest American weaponry, which could fall into radical hands, and Egypt could rejoin the war-fighting camp. Lebanon may still come apart. The West Bank and Gaza will likely remain divided for years, the PA may be taken over by Hamas, or collapse due to its own lack of legitimacy. Iraq may implode, or fragment, following the final American withdrawal. The future of the regimes in Iran, Pakistan, Afghanistan and Sudan is similarly unclear. The burgeoning populations of the region, including a huge youth bulge, are increasingly confronting the combustible mixture of an absence of economic opportunity, political freedom and social restrictions.

The tragic fire in Israel almost begs the question; so what's new? Time and again, we encounter the same decision-making pathologies; the same focus on the immediate future, without long-term planning and preparations; ministries that operate as autonomous fiefdoms, rather than an integrative cabinet; coalition maintenance above all else; crisis management and improvisation. Decisions are taken but not implemented, such as 100 million shekels budgeted for firefighting half a year ago because "everyone knew" it was the weak link in emergency preparedness, but not allocated. Our leaders continually refuse to take responsibility.

In the absence of a concept, languages lack words. It is thus not entirely surprising that Hebrew lacks a recognized word for "accountability". Sticklers will note that a new word, "akhrayutiut", has begun making the rounds. Much like the concept itself, however, it has yet to take hold.

It is time for both Israel's leaders and the region's to be held accountable. We cannot afford too many more fires.

The only glimmer of hope is that the skeptics who view Israel as a "nation dwelling alone" in a hostile world were once again proven wrong. Eighteen countries, including Egypt, Jordan, Turkey and the Palestinians, sent emergency firefighting assistance. If and when we finally succeed in extinguishing the flames of the conflict, we will find that we have far more friends than we knew.- Published 16/12/2010 © bitterlemons-international.org

Chuck Freilich was a deputy national security advisor in Israel and is now a senior fellow at the Harvard Kennedy School and an adjunct professor at Harvard, NYU, Tel Aviv University and the Herzlia Interdisciplinary Center. His book on national security decision-making processes in Israel will be published in the coming months.

Disaster Politics
 Peter Lagerquist
Among organizations and people who make emergency relief their business, it has long been a truism that natural disasters are in the final analysis not nature-made. Nature throws up problems; a lack of preparedness turns these problems into disasters. Occasionally, this connection works itself into national media narratives. In the US, in 2005, the story of Hurricane Katrina became not one of random, elemental tragedy, but the incompetence of local and federal authorities, at the apex of which sat President George W. Bush.

Bush's popularity was by then already declining, and in responding to the calamity, his characteristically breezy political style only reinforced perceptions that the US was in increasingly clumsy hands. Politically, then, Katrina was a natural disaster chiefly in the sense that nature became a stage on which prevailing political anxieties and debates could play themselves out, and underlying political stakes be brought into focus.

Something similar could be said for the forest fires that ravaged Israel's northern Carmel Mountain this December, and--in terms of their significance to the Israeli political scene--also the regional ramifications of this natural disaster. The crucial difference is that Israeli Prime Minister Binyamin Netanyahu is not George W. Bush, and presides over a very different political landscape from the former US president.

The Carmel fires have been roundly pounced upon by the Israeli media as a sign of lacking governmental preparedness. Few commentators have failed to bemoan that a state that possesses the world's third largest air force owns not a single firefighting aircraft, but had to rely first on underequipped private contractors, then on assistance from an array of friendly and not-so-friendly governments, including Turkey and the Palestinian Authority, to combat the fires.

Predictably, such concerns have been explicitly paired with anxieties about Israel's "home front" vulnerabilities in a war with Iran and/or its Hizballah ally. This war looms as a near certainty in national political discourse, yet as such also raises the specter of renewed rocketing of Israel's heartlands, as endured during the 2006 Lebanon conflict. Many voices in the public arena have been quick to ask whether Israel is ready to commence round two of this battle. Tellingly, however, few have questioned whether this round can be avoided in the first instance. In this context, it is the political competency of the government, not its policies, that has come into focus.

The fact that the disrepair of Israel's firefighting capabilities is the legacy of several successive governments has absolved Netanyahu of much blame, according to at least half of all Israelis sampled in one post-conflagration poll. This has in turn extended questions of competency beyond that of any one particular party to Israel's political culture more broadly, literally transforming the disaster into an atmospheric issue. "The wind, it seems, is the only thing directing anything in this country," quipped Ma'ariv commentator Ben Caspit, in a comment on the progress of the Carmel fires.

Yet Netanyahu has also done his part to re-instill confidence in his own credibility. His political vulnerability ahead of the fires lay in attempting to be all things to all sides of his fractious political coalition, as well as to the Obama administration. In acceding to a settlement freeze, no matter how gutted of any import, he had alienated right-wing constituents. In not extending the freeze, or casting Israel into momentary international isolation over the Gaza blockade--as well as confrontation with former ally Turkey--he would have worried a more centrist crowd. Having finally forced Washington to abandon its demands that he extend the freeze, however, Netanyahu found himself in a new position: having faced down the US president, he could well afford to accept the help of firefighters from Bulgaria.




Indeed, as a disaster statesman, calling in assistance from over a score of different countries, Netanyahu has also done some to dispel domestic fears of isolation in the international arena. The Carmel fires offered Turkey a chance to dampen the flames of post Mavi Marmara acrimony, and Netanyahu the opening to offer compensation to the families of Turkish activists killed on the ship. Though neither of these gestures may ultimately prove transformative, they reveal that a deeper political dynamic is at work in this relationship. Turkey may not need Israel as much as Israel needs Turkey, but neither is it in Ankara's interest to sustain an open rift with Tel Aviv, and as such also incur the further displeasure of the US.

In the final, and perhaps most poignant analysis, the Carmel disaster also provided Netanyahu with a chance to rehearse and reinvigorate a distinctive national political style, adaptable from Dwight D. Eisenhower as "if a problem cannot be solved, militarize it." Amidst a national media coverage that portrayed Israeli fire-spraying aeronauts "as if they were combat pilots on duty", he announced the formation of an IAF squadron of specialized aircraft to subdue any future fires, reaffirming faith in the ability of military hardware to solve complex crises. By the middle of the month, opinion polls gave him 60-80 percent approval ratings, with a majority of Israelis being impressed by his leadership during the national crisis. Unlike Israeli Prime Minister Ehud Olmert in 2006, of course, Netanyahu also benefited from the inevitability of success in this "home front" battle, however costly the price paid. Unlike Hizballah, a forest fire will always, eventually, extinguish itself.-Published 16/12/2010 © bitterlemons-international.org

Peter Lagerquist is a writer and occasional political consultant. He has written about the Israeli-Palestinian conflict for Le Monde Diplomatique, the Journal of Palestine Studies, the Guardian and the New York Times, among other publications.

Turkey-Israel: searching for a magic formula 
 Soli Ozel
The deadly forest fire on Mount Carmel presented a timely opportunity for the Turkish and Israeli governments to climb down from their crisis mode and look for an opening to start the normalization of their relations. Turkish Prime Minister Tayyip Erdogan swiftly decided to send two firefighting aircraft to Israel as his "humanitarian and Islamic duty". Rising to the occasion, Israeli Prime Minister Binyamin Netanyahu called his Turkish counterpart to show his appreciation, and at the site of the blaze personally thanked Turkish firefighters.

With the theatrics of the situation well taken care of, the two sides in short order sent their representatives to Geneva to look for ways to break the impasse they have found themselves in since the end of May. Relations hit a breaking point when the Israeli military attacked an aid flotilla in international waters and killed nine Turks (one of them an American citizen) after it encountered resistance by activists on the flagship Mavi Marmara.

The Israeli side argued that this was an act of self-defense and that the primary instigator of the flotilla was an Islamist organization whose members had at the very least dubious affiliations. The Turkish side, on the other hand, insists on the illegality of the attack since it took place in international waters, accuses Israel of violating international conventions and laws in the way it treated the detainees, and demands both an official apology and indemnity for the victims of the raid.

So far, a judicious report by the UN Human Rights Council has provided strong support for the Turkish case. A commission brought together by the secretary general of the UN is also working on a report that is already overdue mainly because of Israeli lethargy and foot dragging.

Although the gestures by the two parties came rapidly and the Geneva talks immediately convened (they were later suspended), a problem remains. How do you come up with a magic formula for a conflict-resolving statement that gives two diametrically opposed messages so that both parties can save face? Turkey will not be satisfied unless it receives an apology for the death of its citizens. Israel is officially hesitant even to express regret.

This is the impasse in the troubled, edgy and acerbic Turkish-Israeli relationship.

If the formula can be found, then the parties may turn to their publics, boast of their victory and go back to reasonably civil relations, even if the intimacy that obtained during the heyday of their relations is likely never to be recovered. Indeed, the degree of commonality of interests that existed in the context of the mid-1990s between the two countries is no more.

On the most critical issues of the Middle Eastern regional order, the two capitals do not see eye to eye. Turkey's preference is almost exclusively for non-belligerence in solving the problems of the region. It is committed to a two-state solution and strongly opposes Israeli settlement activities, not to mention Israel's policy toward Gaza. On Iran, it steadfastly opposes the military option. Therefore Turkey is at odds with Israel, even though it may not like a nuclear Iran or an Iran that makes its strategic peace with the United States any better than Israel.

What developments since the Carmel fire demonstrate, however, is the existence of a political will on the part of both prime ministers to forge ahead, break the impasse and move on. Turkey is interested in not having Israel as a thorn in its side, especially when this concerns its relations with the US. Israel values the Turkish connection, is interested in normalizing relations and wishes to have an agreement so that Turkey can help indemnify its military against lawsuits that might result from the findings of the report of the secretary general's commission.

Many observers wanted to invest the forest fire with the kind of psychological breakthrough that the earthquakes in Turkey and Greece in 1999 proved to be. Although there is no denying the importance of the psychological dimension, that was not the only reason for Turkish-Greek relations to take a turn for the better. There were already political developments and a fairly well advanced rapprochement at both the political and societal levels that provided the basis for that breakthrough.

In the Israeli-Turkish case as well, I would argue that political expediency plays an important role in Erdogan's apparent readiness to jump on the opportunity provided by the fire. While Erdogan was taking this critical step, his party members were accusing Israel of being the mastermind behind the Wikileaks scandal that they saw as a plot to embarrass and weaken the AKP government.

For Turkey, the falling out with Israel and the populist rhetoric used in the wake of the flotilla incident have proved to be pretty costly in terms of its relations with Washington. Combined with the shock and fury engendered by the Turkish vote against the new Iran sanctions package at the UN Security Council, Turkish-American relations have soured significantly.

Erdogan's meeting with US President Barack Obama in Toronto during the G-20 summit was reportedly testy. In the US Congress, anti-Turkish sentiment rose to new heights. The Israeli lobby that long acted as Turkey's reliable ally in Congress and in American public opinion turned decisively anti- Turkish and engaged in a defamation campaign against the AKP government. All this resurrected the tired talk about Turkey's changing axis because of the Islamization of its foreign policy. It became quite clear to the Turkish authorities that so long as the row with Israel continued, relations with the United States could not be put on the right track.

Israel and Turkey look at the Middle Eastern regional order from very different perspectives. The Turkish military no longer calls the shots in determining the course of these relations. Public opinion, which will remain anti-Israel as long as the Palestinian issue is not resolved, influences policy-makers. At the same time, there are now strong constituencies that prefer a more cautious and moderate course in the conduct of policy toward Israel.

So if the magic formula is found, one can expect correct if not cordial relations between Israel and Turkey. This will get Israel off the hook on the flotilla affair and relieve Turkey of the pressures of an antagonistic and influential lobby in Washington. Based on the overwhelmingly positive reaction of the Israeli public and the media to Turkish assistance during the fire, such a development may also lead to a return to the trends of pre-flotilla days in societal relations.- Published 16/12/2010 © bitterlemons-international.org 

Soli Ozel is a lecturer at Kadir Has University and a columnist for Haberturk newspaper.